Der Immobilienmarkt 2021
Ist auch der Immobilienmarkt im Lockdown?
CORONA - Noch ist trotz mehrerer Impfstoff-Zulassungen keine entscheidende Besserung in Sicht. Der beherrschende Begriff Anfang 2021 ist nach wie vor das Home-Office“, Einzelhandel und Gastronomie scheinen dagegen fast Auslaufmodelle zu sein.
Was heißt das für den Immobilienmarkt zu Anfang 2021?
Licht und Schatten
Während die Immobilienpreise für Wohnungen sowie für Ein- und Zweifamilienhäuser im letzten Jahr im Durchschnitt um satte 7,8 % anstiegen* ** , ist der „harte Lockdown“ für die Gastrobranche, für Kunst, Kultur und Veranstaltungen ein weiterer Nackenschlag. Eine Pleitewelle in diversen Branchen wird immer wahrscheinlicher.
Bei Wohnimmobilien scheinen dagegen nach wie vor keine Limits in Sicht. Befeuert durch die günstigen Kredite profitieren in der Krise auch nach wie vor die „Speckgürtel“ rund um die Metropolen.* Gerade in krisengeplagten Zeiten bleibt „Betongold“ als Fels in der „Corona-Brandung“ eben gefragt. Dies gilt natürlich besonders auch weiterhin in Düsseldorf und näherer Umgebung.
Unklar ist allerdings, inwieweit sich die Diskussion um das „Home-Office“ auch bei der Nachfrage nach Wohnimmobilien auswirkt. So könnten angesichts der zunehmenden digitalen Mobilität mehr und mehr Überlegungen an Gewicht gewinnen, die permanenten Arbeitsplätze in der Großstadt in Frage stellen. Ein Fünftel der Befragten hat jüngst in einer Umfrage erklärt, bei dauerhaftem Home-Office einen Umzug in Erwägung zu ziehen.***
Dies würde den Wohnimmobilienmarkt nicht unberührt lassen. Eine Umkehrung der Landflucht der letzten Jahre könnte die Folge sein. Wenn man nicht mehr an den Arbeitsplatz in der Großstadt gebunden ist, wird das – preiswertere - Wohnen im weiteren Umland wieder attraktiver. Eine preisliche Beruhigung in den Metropolen und stärker steigende Preise in den Speckgürteln drumherum könnten die Folge sein.
Ein Blick auf alle Assetklassen macht allerdings auch klar, wer als Gewinner aus der Krise hervorgehen wird und wo demnächst ernste Probleme zu erwarten sind. Auch insgesamt betrachtet ist das Immobilienklima weit vom Stand im Frühjahr 2020 entfernt.
Immobilienklima Anfang 2021****
März 2020 | Oktober 2020 | Januar 2021 | |
Immobilienklima | 115.0 | 69.4 | 71.4 |
Hotelklima | 100.5 | 16.7 | 21.6 |
Handelsklima | 65.8 | 33.1 | 25.1 |
Büroklima | 140.3 | 63.7 | 68.6 |
Investmentklima | 117.1 | 75.2 | 76.9 |
Wohnklima | 127.9 | 133.8 | 136.8 |
Handel- und Hotelklima lassen befürchten, dass in diesen beiden Bereichen die wirklichen Probleme erst noch vor der Tür stehen. Zahlungsausfälle von Betreibern und Firmen lassen die Zahl der Nachfrager tendenziell zurückgehen. Dies wird möglicherweise auch Auswirkungen auf Wohnimmobilien haben. Der aktuelle Nachfrageüberhang könnte sich bis zu einem gewissen Grad abschwächen.
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* www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/12/PD20_534_61262.html
** Wikipedia und JHU CSSE COVID-19 Data
*** www.tagesschau.de/inland/homeoffice-bitkom-101.html
**** deutsche-hypo-immobilienklima.de
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